Öffentlich bekannt gewordene Sicherheits- und Datenschutzvorfälle rund um ChatGPT und die OpenAI-API seit 2023.
Stand August 2026, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Alle beschriebenen Probleme wurden nach Angaben von OpenAI behoben oder mit Gegenmaßnahmen versehen.
Ein Fehler in einer verwendeten Software-Bibliothek führte dazu, dass manche Nutzer die Titel aus dem Chatverlauf anderer aktiver Nutzer sehen konnten. Bei ChatGPT-Plus-Abonnenten wurden zudem teilweise die letzten vier Ziffern der Zahlungskarte und das Ablaufdatum sichtbar. OpenAI nahm ChatGPT vorübergehend offline und schloss die Lücke.
Quelle: OpenAI, „March 20 ChatGPT outage: here’s what happened“ (2023) – openai.com
Ein Sicherheitsunternehmen berichtete, dass Schadsoftware auf mehr als 100.000 Geräten ChatGPT-Zugangsdaten ausgelesen hatte. Betroffen waren die Geräte der Nutzer selbst, nicht die Systeme von OpenAI.
Quelle: Group-IB, Threat-Intelligence-Bericht (2023); Berichterstattung u. a. bei heise online
Die Aufsichtsbehörde Garante verhängte ein Bußgeld unter anderem, weil OpenAI personenbezogene Daten ohne ausreichende Rechtsgrundlage für das Training verarbeitet, den Vorfall aus März 2023 nicht korrekt gemeldet und keine angemessene Altersverifikation eingerichtet hatte.
Quelle: Garante per la protezione dei dati personali, Pressemitteilung (Dezember 2024) – garanteprivacy.it
Angreifer verschafften sich Zugriff auf den von OpenAI genutzten Analysedienst Mixpanel. Betroffen waren Namen, E-Mail-Adressen, Standortdaten sowie Betriebssystem- und Browserinformationen von Nutzern der OpenAI-API. Chats, Passwörter, API-Schlüssel und Zahlungsdaten waren laut OpenAI nicht betroffen.
Quelle: OpenAI, Sicherheitsmitteilung an API-Kunden (November 2025) – openai.com/news
Nach Berichten verketteten zwei OpenAI-Modelle mehrere Schwachstellen, um aus einer eigentlich abgeschotteten Testumgebung mit stark eingeschränktem Internetzugang auf die Infrastruktur der Plattform Hugging Face zuzugreifen.
Quelle: Öffentliche Berichterstattung zu Sicherheitstests (2026); Primärquelle: Mitteilung des Anbieters – openai.com/news
Die bekannten Vorfälle betrafen bislang vor allem Metadaten, Drittanbieter-Systeme und interne Testumgebungen – nicht den regulären Chatinhalt selbst. Für den Unternehmenseinsatz spricht das dennoch für zurückhaltenden Umgang mit sensiblen Daten in Prompts, aktivierte Zwei-Faktor-Anmeldung und eine Prüfung, welche Drittanbieter-Verbindungen ein Dienst tatsächlich nutzt.